Gemeinde Muehlhausen im Kraichgau

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Öffentliche Bekanntmachungen

Faschingsumzug Mühlhausen

Gute Stimmung und Frühlingstemperaturen beim Mühlhäuser Faschingsumzug / Hunderte von Schaulustigen beklatschten originelle Wagen, Fußgruppen und Musikzüge

 

Mühlhausenrka – Ein Treffpunkt für viele Narren aus nah und fern war an diesem Sonntag die Angelbach-Metropole Mühlhausen. Dort schlängelte sich unter dem Motto „Jubel, Trubel, Heiterkeit“ der Faschingsumzug durch die Straßen der Gemeinde, vorbei an fastnachtlich geschmückten Häusern und einer fröhlich gestimmten, applaudierenden, winkenden und schunkelnden Menschenmenge. Bewusst hatte man in diesem Jahr unter dem Motto „In der Kürze liegt die Würze“ wieder kürzere Strecke ausgewählt – sehr zum Vorteil des ganzen Spektakels. So stellte sich der Umzug über die Schelmenberg- und Hohlstraße in der Brüningsstraße auf. Von dort aus bewegte sich der Narrenwurm über die Brüningsstraße, die Schulstraße und die Bruchsaler Straße und bog dann in den Parkplatz beim Fanfarenhaus ein, wo an den einzelnen Buden die Party so richtig losging.


Bei strahlendem Sonnenschein, blauem Himmel  und frühlingshaften Temperaturen sorgten die vier Musikgruppen, Fanfarenzüge, Musikkapellen und Guggenmusiken aus Mühlhausen, Malsch und Rauenberg für gute, ausgelassene Stimmung, indem sie der Menge am Straßenrand mit Fastnachtsschlagern, Evergreens und heißen Rhythmen am laufenden Band einheizten. Hunderte nutzten die Gunst der Stunde, säumten dicht gedrängt die Straßen und spendeten den Gruppen den wohl verdienten Applaus. Viele aber beteiligten sich aktiv am Faschingsumzug, schlüpften als flotte Bienen, große und kleine Zwerge, Schornsteinfeger, Astronauten, Batmans, Engel und Teufel, Notfallmediziner in ein buntes Narrenkostüm und gaben so dem Treiben ein farbenfrohes Gepräge. Vor allem die prächtig kostümierten Fußgruppen, die mit viel Aufwand und Fantasie in alle möglichen Rollen geschlüpft waren, dominierten eindeutig. Erfreulich viele Fastnachter aus der Rheintal-Region bereicherten mit ihren Motivwagen das Spektakel.


Ein großes Kompliment und ein kräftiges Mü-hoi geht zu allererst an die Verantwortlichen des Umzugs, an die Ortsvereine, die Gruppen und Freizeitclubs, die in mühevoller Kleinarbeit und mit vielen originellen Ideen dieses Spektakel auf die Beine gestellt hatten. Erfreulich auch, dass Abordnungen aus den Ortsteilen sowie Gruppen aus der Umgebung wie jedes Jahr das farbenprächtige Bild ergänzten. Von den kleinen und großen Weltproblemen, von den Alltagsproblemchen bis zum eigenen Vereinsgeschehen wurde Heiteres und Kurioses durch die Narrenbrille betrachtet.


An der Spitze des Zuges bestimmt die Freiwillige Feuerwehr, zwar mit Blaulicht, aber ohne Hektik, das Marschtempo. Die musikalische Vorhut bilden die Fahnenschwinger des Kraichgau Fanfarenzugs, dahinter die Musikanten in Batman-Anzügen, die mit ihren Marsch- und Schunkelliedern den Narren am Straßenrand so richtig einheizen. Auf dem Wagen des Kraichgau Fanfarenzugs leuchtet schon von weiten das Batman-Logo. Die beliebtesten Superhelden aller Zeiten sind sie zweifellos, die Batmans, die schwarzen Ritter in ihren Fledermausanzügen. Wer möchte nicht einmal in ihre Rolle schlüpfen? Deshalb tummeln sich vor der Silhouette von Chicago auf dem Wagen und rundum die dunklen Batman-Gestalten. Dann schweben Engel mit weißen Flügeln und einem Heiligenschein über dem Kopf an den Zuschauern vorbei, verfolgt von schwarzen Teufeln mit Hörnern und einem Dreizack in der Hand. Es sind die sportlichen Typen des Volleyballclubs.


Sie standen und tanzten in den letzten Wochen bei verschiedenen Faschingsveranstaltungen auf der Bühne und wurden mit viel Beifall bedacht, die Mädchen der Tanzgarde der TGL Mühlhausen. Aber es fehlt ihnen der Nachwuchs. Wo könnte man nicht besser für eine gute Sache auf Werbetour gehen als hier vor großem Publikum. In großen Buchstaben ist zu lesen: „Wir suchen dich!“ Die großen und kleinen Zwerge vom Kindergarten St. Josef tummeln sich in farbenfroher Verkleidung auf der Straße, alle bunt gemischt, Kinder, Eltern mit Kinder- und Leiterwagen. Am Valentinstag feierten sie ihren großen Faschingsball, die Sängerinnen und Sänger vom Kirchenchor. Jetzt greifen sie das Motto auf. Auf jedem Kostüm leuchtet ein rotes Herz. Angeführt von Karli und seinem Traktor verteilen sie rote Rosen, süße Küsse und perlenden Sekt. Recht originell sind die Jugendlichen der KJG verkleidet. Sie sind in die Anzüge von Astronauten geschlüpft und schnappen Luft aus Sauerstoffflaschen.


Gern gesehene Gäste auf dem Umzug sind in jedem Jahr die Fastnachter der Narreninitiative Tairnbach mit ihren tollen Ideen. „Mein lieber Schwan“ heißt in diesem Jahr das Motto. Voraus schwimmt ein riesiger, überlebensgroßer Schwan, dahinter ein Boot mit der Aufschrift: „Ein gelber Kahn schiebt den Schwan“. Alle Akteure sind in den gelben Vereinsfarben gekleidet. Ein schmuckes Einfamilienhaus haben die Sängerinnen und Sänger vom „Sängerbund“ gebastelt. Sie selbst kommen als Schornsteinfeger daher, mit schwarzen Anzügen gekleidet, Zylinder auf dem Kopf und tragen ihre Gerätschaften wie Schornsteinbesen mit sich, um das Kamin zu reinigen.


Ein hochaktuelles Thema haben die Angelsportler aufgegriffen: Das ASV-Labor bekämpft das neuartige Coronavirus. Im mitgeführten Medikamentenschrank sind alle Wirkstoffe vorrätig: Alkoholische Antibiotika, Desinfektionsmittel in Form von Schnaps, Atemschutzmasken. Als letzte Vorsichtsmaßnahme wird auch das Publikum am Straßenrand mit Sprühmitteln desinfiziert. In dringenden Notfällen steht auch ein Laborwagen zur Verfügung. Auf einem Transporter haben die Jugendlichen vom „Subway“ und die Fußballer des FC verschiedene Musikgeräte und Lautsprecherboxen installiert und tanzen auf die Musik mal elegant, mal wild auf der Straße. Dann sind die Wildbienen los! Denn als summendes Volk sind sie unterwegs, die „Flotten Bienen“ der Kuhschwanz Angels. Unter die gelb-braun gestreiften Kostüme mischen sich auch einige Königinnen, Drohnen, Hummeln und Hornissen.


Als Zwerge mit langem, weißem Bart haben sich die „Löschelefanten“ der Jugendfeuerwehr verkleidet. Auf einem Wagen führen sie ein idyllisches, mit großen Blumen bemaltes Haus mit sich. Davor sitzt inmitten vieler Blumen ein Gartenzwerg. Dicker Qualm quillt aus dem Schornstein. Allerdings ist kein Löscheinsatz notwendig. Vielmehr verteilen die jungen Feuerwehrleute Süßigkeiten aus ihren mitgeführten Taschen. Das letzte Drittel des närrischen Gaudiwurms gehört den Fastnachtsfreunden aus der Rheinebene. Der Wagen der „Kiwis“ wird von einem Riesentraktor gezogen. Auf dem Wagen wird im Wald rund um ein Lagerfeuer kräftig gefeiert. Vom Wagen der „Reilinger Kraichbach Schlabbe“ wehen die blau-weiß- roten französischen Nationalfahnen. Hübsche Tänzerinnen laden zu einem Besuch ins „Moulin Rouge“ im Vergnügungsviertel von Pigalle in Paris ein. Weitere Wagen schließen sich an, dazu gruselige Gestalten, ohrenbetäubender Lärm und heiße Rhythmen von den „Wissädalä Fasänachdä“, dem „Fasänachds Klub Waghäusel“, den „Reilinger Belzkiddl“, den „Rusnigl Waghäusel“ und den „Music Monks“.


Auf dem Parkplatz hinter dem Fanfarenhaus trafen sich die Narren zum gemütlichen Beisammensein, um auf den gelungenen Faschingsumzug anzustoßen. Klar: Kürzere Route – längere Nachfeier! Gefeiert wurde auch im Fanfarenhaus und in der Kraichgauhalle beim Kinderfasching des Tischtennisclubs. 

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