Gemeinde Muehlhausen im Kraichgau

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Waldbegehung

Erste Waldbegehung im neuen Jahr stieß auf großes Interesse

 

Gleich zu Beginn des neuen Jahres konnte Bürgermeister Jens Spanberger und Forstrevierleiter Bernd Niederer rund 30 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie einige Gemeinderäte zur gemeinsamen Waldbegehung begrüßen. 

Zunächst erläuterte Bernd Niederer auf einer Waldfläche an der nahegelegenen Umgehungsstraße die derzeitigen Waldschäden. 

Durch die heißen und trockenen Sommer der beiden letzten Jahre sind zahlreiche Buchen abgestorben. Dies erkennt man sehr deutlich an der sich oberhalb der Baumkrone lösenden und abfallenden Rinde sowie den Bucheckern aus dem Jahr 2018, die noch in den Ästen hängen. Zudem sind am Baum deutliche Risse in der Baumrinde zu sehen. Über 80 Prozent der Buchenbestände sind durch die Trockenheit abgestorben und müssen in nächster Zeit gefällt werden. Auch Nadelhölzer sind betroffen. Diese werden oftmals vom Borkenkäfer befallen und massiv geschädigt. 

Da der Gemeindewald ein Mischwald ist, der hohe Eichenbestände aufweist, sind die Waldschäden vor Ort geringer als in anderen Regionen. Besonders die Eiche ist offenbar resistenter gegen trockene und heiße Sommer. 

Bürgermeister Spanberger erläuterte zudem, dass der Gemeindewald kein betriebswirtschaftlicher Faktor für die Gemeinde darstellt. Durch die Forstneuorganisation ist die Forstwirtschaft zudem ein defizitärer Betrieb. Für den Gemeindewald plant die Gemeinde im Jahr 2020 mit ca. 92.500 Euro an Ausgaben, bei geplanten Einnahmen in Höhe von 82.500 Euro. 

Die rund 420 Hektar große Waldfläche stellt vielmehr für die Gemeinde eine wichtige Naherholungsfunktion dar. Neben der Forstwirtschaft wird der Wald von vielen Bürgern zur Erholung und zum Sport genutzt. Für die Schulen und Kindergärten hat er zudem einen pädagogischen Nutzen. Zugleich ist er Heimat für zahlreiche Waldbewohner und Wildtiere. 

Im weiteren Verlauf der Waldbegehung erläuterte Bernd Niederer die aktuelle Forstwirtschaft sowie den Holzeinschlag. Sogenannte „Zukunftsbäume“ werden vom Förster markiert und werden i.d.R. erst im hohen Alter gefällt. Dagegen werden Bäume, die dem Zukunftsbaum zu nahekommen gefällt. Fragen der Teilnehmer zu Aufforstungen, Waldverjüngungen, der Sicherung und Pflege der Forstwege und die Holzfällerarbeiten wurden fachkundig beantwortet. 

Nach einer rund 1 1/2 stündigen Wanderung bedankte sich der Bürgermeister für die Erläuterungen und Führung durch den Wald bei Bernd Niederer. Mit einem Getränk an der Rotschlaghütte endete die sehr interessante Waldbegehung. 

Da die Gemeinde weiter über die örtliche Waldbewirtschaftung informieren möchte, werden in diesem Jahr sicherlich noch einige Waldbesichtigungen stattfinden. Wozu Sie liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger herzlich eingeladen sind.

 

 

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