Gemeinde Mhlhausen

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Neujahrsempfang Gemeinde Mühlhausen

 

Mühlhausen blickt optimistisch in die Zukunft

Neujahrsempfang der Gemeinde in Tairnbach – Matthias Heitz (Kraichgau Immobilien) war Gastredner – Ansprache des Bürgermeisters

Mühlhausen. (g.ö.) Mit der „Prelude" des „Te Deums" von Marc-Antoine Charpentier, bekannt als Eurovisions-Hymne, eröffnete der Posaunenchor im Bürgersaal des Schlosses in Tairnbach den Neujahrsempfang der Gemeinde. Ortsvorsteher Rüdiger Egenlauf begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und wünschte Glück und Erfolg, Gesundheit und Gottes Segen im neuen Jahr. Mit auf den Weg gab er ein Zitat von Albert Einstein: „Wenn’s alte Jahr erfolgreich war, dann freue dich auf das Neue – und war es schlecht – ja dann erst recht!"

Nach dem bekannten Beatles-Stück „Hey Jude" gab Matthias Heitz, Geschäftsführer von Kraichgau-Immobilien (Foto: Pfeifer) in seinem Referat einen Überblick über die regionale Immobiliensituation. Ein moderner Neubau entsteht beispielsweise zwischen Eichtersheim und Michelfeld auf dem früheren Raiffeisen-Gelände. Neben der Filiale der Volksbank Kraichgau wird dort auch die Kraichgau-Immobilien einziehen. Ein Neubau entsteht derzeit auch in Mühlhausen, und zwar das stattliche Gebäude am westlichen Ortsrand, die „Kraichgau-Seniorenresidenz". Der Kauf sei für Kapitalanleger recht interessant. Gleichzeitig leiste man unter sozialen Aspekten einen Beitrag zu einer drängenden gesellschaftlichen Herausforderung: der Pflege. Die Bundesregierung habe ein Sofort-Programm erarbeitet, das unter dem Namen „Pflegepersonal-Stärkungsgesetz" am 1. Januar in Kraft getreten ist. Matthias Heitz zollte der Gemeinde hohes Lob für diese von Investoren finanzierte Einrichtung, die in Gemeinden in dieser Größenordnung nicht selbstverständlich sei. Es laufe gut mit dem Verkauf der Appartements, denn von den 90 Heimplätzen seien bereits 36 verkauft; die 14 barrierefreien Seniorenwohnungen sogar allesamt.

Bürgermeister Jens Spanberger knüpfte an die Ausführungen von Matthias Heitz an und zeigte sich erfreut, dass künftig neben der häuslichen Pflege und der ambulant betreuten Wohngemeinschaft nun auch die stationäre Pflege möglich sei. Durch diese vielfältigen Angebote sei Mühlhausen eine Gemeinde mit „Leuchtturmcharakter" im Land, so der Bürgermeister. Man sei also für den demografischen Wandel bestens gerüstet.

In seiner umfassenden Rede zeigte sich der Bürgermeister sehr zufrieden mit dem abgelaufenen Jahr und an der Schwelle des neuen Jahres blickte er optimistisch in die Zukunft. Die Prognose für den Haushalt 2019 zeige, dass bei der Haupteinnahmequelle, dem Einkommenssteueranteil, die Sechs-Millionen-Marke überschritten werde, die Gewerbesteuer werde sich bei 1,5 Millionen Euro einpendeln. Zurückführen konnte man die Verschuldung um rund 500 000 auf 6,2 Millionen Euro (Pro-Kopf-Verschuldung 742 Euro). Mit diesen Zahlen könne man „haushalten", so der Bürgermeister.

Projekte in Mühlhausen sind die Sanierung des Kindergartens St. Josef mit einem Kostenrahmen von 2,8 Millionen (Anteil der politischen Gemeinde 960 000 Euro). Man hofft auf Einzug im Herbst. Der siebengruppige Kindergarten wird auf Ganztagesbetrieb ausgelegt sein. Bei der Gemeinschaftsschule werden aufgrund des pädagogischen Konzepts in absehbarer Zeit neue Räumlichkeiten benötigt. Investiert wurde im vergangenen Jahr in die Renaturierung des Waldangelbachs mit 2,5 Millionen Euro, dank Zuschüssen blieben bei der Gemeinde nur 700 000 Euro „hängen". Das erweiterte Baufeld der Ortsdurchfahrt wurde mit 1,1 Millionen Euro beziffert, bei Zuschüssen von 450 000 Euro. Der Rohbau des Bauhofs ist soweit fertig, sodass man nach dem Innenausbau mit dem Einzug für Mitte des Jahres rechnet.

Für Rettigheim war es ein Glücksfall, dass man im ersten Anlauf mit einem Förderrahmen von 1,5 Millionen Euro ins Landessanierungsprogramm aufgenommen wurde. Der Gemeinderat will im Frühjahr über das genauere Vorgehen entscheiden. Straßensanierungen in der Malscher Straße und der Gartenstraße sowie die Verkehrsprobleme der Ortsdurchfahrt werden die Gemeinde in den Folgejahren weiter beschäftigen. Vor allem, während die Straße Mühlhausen-Östringen erweitert wird, wird Rettigheim „einiges" abgekommen. Straßensanierungen sind vor allem in der Kirchstraße und der Sternweiler Straße in Tairnbach von Nöten. Durch das Wachstum des Ortes auf nunmehr 1240 Einwohner zeichnen sich in Tairnbach die Sanierung der Grundschule und wohl auch deren Erweiterung ab. Weiter entsteht in der Ortsmitte durch einen Investor eine seniorenbetreute Wohnanlage mit 15 Wohnungen und einem Büro der Sozialstation Letzenberg.

Neben all den Projekten will man das menschliche Zusammenleben nicht aus dem Blick verlieren. Wichtig dabei ist auch die Integration von Flüchtlingen. Zu den 70 bereits in der Gemeinde lebenden Flüchtlingen sollen 30 weitere hinzukommen. Am Schluss seiner Rede erinnerte der Bürgermeister an die Wahlen für das Europaparlament für Kreistag und Gemeinderat sowie die anstehende Bürgermeisterwahl. Nach dem „Badner Lied" lud der Bürgermeister zu einem kleinen Stehempfang ein.

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