Gemeinde Mhlhausen

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Neues aus dem Arbeitskreis Migration

Interkommunale Zusammenarbeit von sechs Gemeinden

Integrationsmanagement in den Gemeinderäten in Mühlhausen, Rauenberg und Dielheim
 
Mühlhausen/Rauenberg/Dielheim. (seb/aot/rö) Es geht um die konkrete Unterstützung von Flüchtlingen in der Anschlussunterbringung, ob bei der Suche nach einer Ausbildung oder einem Studium, nach einer Arbeitsstelle oder Wohnraum: Zusätzlich zu den bestehenden Integrationsangeboten mit großem ehrenamtlichen Engagement haben sich die Gemeinderäte von Mühlhausen, Rauenberg, Malsch und Dielheim jetzt für ein vom Land gefördertes Integrationsmanagement entschieden.
Der Antrag wird in Kooperation mit den Gemeinden Angelbachtal und Zuzenhausen gestellt, weil die den einzelnen Kommunen zustehenden Landesmittel für eine Vollzeitstelle nicht ausreichen. Gemeinsam will man das Rote Kreuz mit der Dienstleistung für zunächst zwei Jahre beauftragen. Da die Landesfördermittel zusammengelegt werden, können drei Integrationsmanager angestellt werden.
In Mühlhausen wird einer der Integrationsmanager dann 17 Stunden die Woche zur Verfügung stehen, wie Bürgermeister Jens Spanberger erläuterte. Für Mühlhausen entstehen zusätzliche Kosten von voraussichtlich 3500 Euro im Jahr für den zusätzlichen Arbeitsplatz im Rathaus. Auch Rauenberg stellt einen Büroraum zur Verfügung, in dem ein Integrationsmanager 28 Stunden in der Woche vor Ort sein wird. Damit fallen für Rauenberg jährliche Sachkosten in Höhe von 5800 Euro an. In Dielheim sind es 23 Stunden pro Woche, die Verwaltungskosten liegen bei 4845 Euro im Jahr.
2200 Flüchtlinge muss der Rhein-Neckar-Kreis aktuell in seinen 54 Kommunen unterbringen. Auf Mühlhausen, Rettigheim und Tairnbach, wo insgesamt aktuell 45 Personen in der Anschlussunterbringung leben, werden laut Bürgermeister Spanberger dieses Jahr 68 weitere verteilt: Zu den 38 Menschen, die Mühlhausen bereits im letzten Jahr hätten zugewiesen werden sollen, kommen voraussichtlich 30 weitere. Die Frage des Familiennachzugs sei noch offen. Es werden vermehrt Einzelpersonen aus verschiedenen Ländern Afrikas erwartet, natürlich wünsche sich jede Kommune einfacher zu integrierende Familien, die seien aber inzwischen weitgehend untergebracht, so der Bürgermeister. In nächster Zeit wird aller der Gemeinde zur Verfügung stehende freie Wohnraum belegt sein, daher starte man einen weiteren Aufruf, die Gemeinde bei der Suche zu unterstützen.
57 Flüchtlinge leben aktuell in der Anschlussunterbringung in Rauenberg. Der Rat begrüßte die Beauftragung des Roten Kreuzes, die ehrenamtlichen Helfer seien gerade im Umgang mit den Behörden oft überfordert, hieß es. Bürgermeister Peter Seithel erklärte, dass das Integrationsmanagement nicht in Konkurrenz zur Integrationsbeauftragten des Verwaltungsverbandes von Rauenberg, Malsch und Mühlhausen stehe: Diese sei für das Leben der Flüchtlinge innerhalb der drei Gemeinden zuständig. Auch in Rauenberg bleibt Wohnraum ein Thema.
In Dielheim machte Ordnungsamtsleiter Uwe Bender auf die vom Land getroffene Stichtagsregelung aufmerksam: Nach dem Pakt für Integration gibt es für die Arbeit der Integrationsmanager nur Zuschüsse für Flüchtlinge, die ab 2016 nach Deutschland gekommen sind. Demnach erhält Dielheim Geld für 49 Personen (39?000 Euro), obwohl inzwischen über 100 Menschen in der Anschlussunterbringung leben. „Das DRK ist ein Partner, auf den wir uns verlassen können“, sagte Bürgermeister Thomas Glasbrenner über die vorangegangenen Gespräche im Kollegenkreis. Der „intelligenten Lösung“ (Markus Wodopia, SPD) konnte der Rat zustimmen.

Mit freundlicher Genehmigung der RNZ-Redaktion

 

Weitere Informationen finden Sie unter https://www.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/integrationsmanager-koennen-starten-1.