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Das Rathaus - Eine wechselvolle Geschichte
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Vom vermutlich ersten Rathaus in Mühlhausen bleibt nur das Wissen, dass es im Jahre 1648, am Ende des 30jährigen Krieges zerstört war. Ein neues Rathaus wurde gebaut "von die Straße gegen Östringen hinten der Almen". Ausgangs des 18. Jahrhunderts war das Anwesen baufällig. Die Gemeinde errichtete daher 1787/89 bei der Brücke "mitten im Dorf und unweit der Kirche" einen Neubau, der als Rathaus und gleichzeitig als Schulhaus diente.
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Schul- und Rathaus von 1787/89
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Den Bauplatz hatte sie durch Tausch gemeindeeigener Wiesen erworben. Im neuen Rat- und Schulhaus befand sich auch die Wachstube nebst dem Bürgergehorsam (= Arrestlokal) und einem Raum zur Aufbewahrung der Feuerlöschgeräte. 1811 wurden Wachstube und Bürgergehorsam in einem kleinen Häuschen in der Hauptstraße untergebracht, das die Gemeinde auf einem ihr gehörenden Platz errichtet hatte. Der Arrest enthielt eine hölzerne Pritsche ohne Strohsack. 1812 wurde die Schulstube im Erdgeschoss wegen der schlechten und nicht zu ändernden Lichtverhältnisse in die Ratsstube im oberen Stock und diese in die bisherige Schulstube verlegt.
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Mit der Zeit wurde das gemeinsame Rat- und Schulhaus für die wachsenden Aufgaben der Gemeindeverwaltung räumlich zu eng. 1880, also nach mehr als 90-jährigem Domizil im bisherigen Gebäude, übersiedelte daher die Gemeindeverwaltung in den 2. Stock des vormaligen Wirtshauses "Zum Hirsch" in der Hauptstraße. Das Haus wurde von der Gemeinde zunächst angemietet. Später wurde es erworben und diente bis 1999 als Rathaus.
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Rathaus an der Hauptstraße
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Mit dem Bau eines feuersicheren Raumes in dem Gebäude zur Aufbewahrung der Grund- und Pfandbücher 1895 war die Verlegung der Dienstzimmer des Bürgermeisters und des Ratschreibers in das Erdgeschoss verbunden. 1965/66 wurden die Räume des Rathauses anstelle eines teueren Neubaues durch einen architektonisch gelungenen Umbau zweckmäßiger gestaltet. In Verbindung mit der Anlage eines Parkplatzes an der Westseite reichte das erneuerte und erweiterte Rathaus bis zur Gemeindereform gut aus. Danach musste der Landespolizeiposten "ausgelagert" werden.
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Aufgrund des Wachstums der Gesamtgemeinde und mit dem Aufbau einer modernen und leistungsfähigen Verwaltung reichten die Räumlichkeiten nicht mehr aus. Durch die Automatisierung verschiedener Verwaltungsabläufe konnten vorübergehend Raumschwierigkeiten aufgefangen werden. Allein der Gemeinderat hatte seit dieser Zeit im Rathaus keine Heimat mehr, weil der dort vorhandene Bürgersaal als Trauzimmer und Besprechungsraum diente. Der Rat tagte deshalb in gemeindeeigenen Hallen und in den Ortsteilen.
Durch die ständig zunehmenden Aufgabenbereiche der Kommunen wurde im Jahre 1993 die Einführung der klassischen 3-Ämter-Teilung (Hauptamt, Rechnungsamt und Bauamt) notwendig. Dies hatte zur Folge, dass die letzte Raumreserve im Speicher des Rathauses zu Verwaltungsräumen des Bauamtes genutzt werden musste.
Aufgrund der gesetzlichen Anforderungen, insbesondere im Bereich des Datenschutzes, der hygienischen Verhältnisse, der Begehbarkeit des Rathauses auch für Behinderte sowie der fortschreitenden Technologie und weiteren notwendigen Raumbedürfnissen der Verwaltung waren grundsätzlich neue Überlegungen anzustellen. So hat der Gemeinderat die Notwendigkeit eines neuen Verwaltungsgebäudes erkannt und deshalb im Jahre 1995 beschlossen, in einem städtebaulichen Ideen- und Realisierungswettbewerb für eine neue Ortsmitte neben einem B&uul;rgerhaus auch ein Rathaus enzubinden. Mit der Einweihung des neuen Rathauses wurde das Ergebnis dieses Wettbewerbs in die Realität umgesetzt.
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Dadurch kann die Gemeinde ihren Bediensteten nun optimale Arbeitsbedingungen bieten, die nicht nur den gesetzlichen, sonder auch heutigen Anforderungen an einen modernen und zukunftsgerechten Arbeitsplatz entspricht.
Mehr Informationen im Heimatbuch Mühlhausen.
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Neues Rathaus an der Ortsmitte |