Gemeinde Mhlhausen

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Neues aus dem Rathaus

Neujahrsempfang der Gemeinde Mühlhausen 2018

Im Miteinander die Zukunft der Gemeinde gestalten

Neujahrsempfang der Gemeinde im Bürgerhaus / Jahresrückblick von Bürgermeister Jens Spanberger / Staatssekretär Martin Jäger zu Gast / Grußwort von Landrat Stefan Dallinger
 
Mühlhausen – rka – Zum traditionellen Neujahrempfang hatte Bürgermeister Jens Spanberger die Bürgerinnen und Bürger ins Bürgerhaus eingeladen. Sie wurden durch erfrischende Marschmusik, vorgetragen vom Orchester des Musikverein unter der Leitung von Dominik M. Koch, begrüßt. Einen herzlichen Willkommensgruß entbot Bürgermeisterstellvertreter Hans-Josef Hotz den Repräsentanten des öffentlichen Lebens, der Kirchen, der Verbände, der Gruppen und Vereine. Er sprach die Hoffnung aus, dass im neuen Jahr viele Wünsche in Erfüllung gehen, dass sich Ziele und Wege öffnen. „Unsere Gemeinde lebt von den Menschen, die hier wohnen“, betonte Hotz, um dann allen Dank abzustatten, die sich ehrenamtlich engagieren und sich „ohne große Schlagzeilen einbringen“. Die Gemeinde sei nicht das Rathaus und die Verwaltung, sondern die Menschen, die mit ihrem Einsatz eine Gemeinde lebendig gestalten.
 
Besonders begrüßte Hotz den Staatssekretär im Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, Martin Jäger, der sich eigens von der Schwäbischen Alb nach Mühlhausen aufgemacht hatte, um den in Berlin weilenden Innenminister Thomas Strobl zu vertreten. Der Minister, so Hotz, habe auf seinen angekündigten Besuch in Mühlhausen verzichten müssen, weil „Berlin wichtiger ist als Mühlhausen“. Dabei sei Mühlhausen viel beschaulicher und er sei sich sicher, dass sein Staatssekretär „das bessere Los gezogen“ habe. Staatssekretär Martin Jäger teilte diese Ansicht, als er die Grüße des Ministers zum neuen Jahr überbrachte: „Berlin ist wichtig, Mühlhausen ist netter“. Dabei warb er auch um Verständnis für die Absage des Ministers, denn dieses Land brauche endlich eine stabile Regierung, nachdem in der Landespolitik die Zusammenarbeit zwischen Schwarz und Grün doch recht gut funktioniere. Anschließend trug sich der Staatssekretär in das Goldene Buch der Gemeinde Mühlhausen ein. 
 
Bürgermeister Jens Spanberger nahm den Neujahrempfang zum Anlass, vor der Bürgerschaft Bilanz zu ziehen und die Ziele für das neue Jahr abzustecken. „Was für ein Jahr liegt hinter uns?“ so die zum Nachdenken anregende Frage zu Beginn seiner Ansprache. Damit gemeint war die große und kleine Politik, bei deren Umsetzung in den USA ein Präsident regiert, der glaubt, die Probleme der Welt per Twitter lösen zu können, bei der Deutschland auch mehr als hundert Tage nach der Bundestagswahl noch immer ohne neue Regierung dasteht. Für Jens Spanberger war das Jahr 2017 mit Blick auf die Gemeinde ein „abwechslungsreiches und erfolgreiches Jahr“, in dem man vieles erreicht, das aber auch noch viele Aufgaben hinterlassen habe.
 
Ständig im Fokus der Gemeinde steht nach den Worten des Bürgermeisters die Kinderbetreuung. Nach dem Bau des Kinderhauses in Rettigheim und der Erweiterung des Kindergartens „Senfkorn“ in Tairnbach könne die Gemeinde allen Drei- bis Sechsjährigen eine Betreuung anbieten, bei den Kleinsten liege die Quote bei 52 Prozent. Mit der Modernisierung und Erweiterung des Kindergartens St. Josef („ ein besonderer Kraftakt“) hofft der Bürgermeister, dass man den Bedarf an verlängerten Öffnungszeiten und der Ganztagsbetreuung befriedigen kann. Bei der Kraichgauschule richtet sich die Perspektive ganz auf die Entwicklung eines Schulraumkonzepts für die Gemeinschaftsschule, während die Zimmer für die Kernzeitbetreuung bereits geschaffen wurden.
 
„Ein starkes Stück an Attraktivität und Lebensqualität“ verspricht sich Spanberger durch die Umgestaltung des Angelbachs, und dies in zweifacher Hinsicht: Zum einen sorgten die umfangreichen Maßnahmen für einen „zukunftsfähigen Hochwasserschutz“, zum andern sei der naturnahe Ausbau ein weiterer Baustein für eine „attraktive Dorfmitte“ mit Rad- und Fußwegen, einem Erlebnisspielplatz am Wasser, „erlebbar und für jeden Bürger zugänglich“. Darüber hinaus wurde noch viel für den Natur- und Umweltschutz getan: Rückzugsgebiete für Tiere und Fischtreppen. Mit einem Bürgerfest soll im Juli die Fertigstellung der Maßnahme gefeiert werden.
 
Als „besondere Herausforderung für Gemeinde und Einwohner“ bezeichnete der Bürgermeister die weitere Sanierung und Neugestaltung der Hauptstraße, für die man eine Bauzeit von 13 Monaten veranschlagt hat, beginnend mit Baumfällarbeiten, der Erneuerung der Hausanschlüsse und Versorgungsleitungen wie Wasser, Erdgas und Glasfaser. Sicher freut sich nicht nur der Bürgermeister, wenn nach Abschluss aller Arbeiten und Beeinträchtigungen die Straße in „neuem Glanz erstrahlt“. Bei der Betreuung von Senioren wartet die Gemeinde mit Spannung auf ein neues, privates Vorhaben, ein Seniorenpflegeheim am Orteingang der Speyerer Straße.
 
Auch in den Ortsteilen will man nach den Worten von Bürgermeister Jens Spanberger investieren. So stehen in Rettigheim eine gründliche Sanierung des Friedhofs und die Erarbeitung eines Entwicklungskonzepts für die Gemeinde an. Die Tairnbacher Feuerwehr dagegen wartet dringend auf ein neues Löschgruppenfahrzeug. Rückblickend, so der Bürgermeister, habe man „kräftig in die Feuerwehr und damit in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger“ investiert. So bekam die Feuerwehrabteilung Tairnbach, mit ihr aber auch die Gesamtfeuerwehr, eine neue Feuerwehrgerätehalle, und die Abteilung Rettigheim einen rundum erneuerten Unterrichts- und Gemeinschaftsraum.
 
Bei allen diesen baulichen Aktivitäten wollte der Bürgermeister aber diejenigen nicht vergessen, die für eine lebens- und liebenswerte Gemeinde Sorge tragen, die zahlreichen Ehrenamtlichen in den Gruppen und Vereinen, in der Freiwilligen Feuerwehr, beim Roten Kreuz, bei der Betreuung der Flüchtlinge. Gerade die Vereine und Gruppen seien im Dorf ganz wichtige Einrichtungen, die einen hervorragenden Beitrag leisten, damit sich die Bürgerinnen und Bürger in der Gemeinde wohl fühlen und sich mit ihrem Mühlhausen/Rettigheim/Tairnbach identifizieren. Bei den vielfältigen Veranstaltungen, Festen, Konzerten, bei kulturellen, gesellschaftlichen und sportlichen Höhepunkten spielten die Vereine eine zentrale Rolle und sorgten für ein „starkes gesellschaftliches Leben“. Dabei spiele die Jugendarbeit eine immer wichtigere Rolle.
 
Schließlich rief der Bürgermeister alle dazu auf, die Bürgerinnen und Bürger, Gemeinderat, Verwaltung, in einem Miteinander die Zukunft der Gemeinde zu gestalten. Ein Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung an seine beiden Stellvertreter Hans-Josef Hotz und Ewald Engelbert, an Ortsvorsteher Rüdiger Egenlauf für die gute Zusammenarbeit schloss sich an. Für das neue Jahr wünschte der Bürgermeister eine gute und erfolgreiche Zeit, Wohlergehen, Gesundheit und Gottes Segen. Mit dem „Badnerlied“, intoniert vom Orchester des Musikvereins, endete der offizielle Teil des Neujahrsempfangs. Es folgten Gespräche, ein kleiner Umtrunk und Imbiss.

Voll besetztes Bürgerhaus in Mühlhausen
Voll besetztes Bürgerhaus in Mühlhausen
Staatssekretär Martin Jäger, Hauptredner am diesjährigen Neujahrsempfang
Staatssekretär Martin Jäger, Hauptredner am diesjährigen Neujahrsempfang
Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde
Eintrag in das Goldene Buch der Gemeinde

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