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Geschichte/Statistik

Jeder Ortsteil hat seine eigene Geschichte. Klicken Sie auf einen Ortsnamen, um mehr über die Geschichte zu erfahren.

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Statistik

Die aktuellen Daten über die Gemeinde Mühlhausen sind auf der Seite vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg abrufbar.


Geschichte von Tairnbach

In einem Seitental des Waldangelbaches liegt Tairnbach. Nach dem Ortsnamen ist auch der durchfließende Bach, nämlich das "Tairnbächl" benannt. Tairnbach ist wegen seiner ruhigen Lage ein besonderer Anziehungspunkt für Naturfreunde. Das Dorf selbst ist noch nicht so alt wie die Nachbarorte Mühlhausen und Rettigheim. Tairnbach wird erstmals um 1300 in einem Verzeichnis bischöflich speyerischer Leibeigener genannt.

"Deiernbach", so zu anfänglichen Zeiten geschrieben, entspricht Dernbach und könnte als "großer Bach" gedeutet werden. Zweifellos ist der Ort eine Anfangs nur sehr kleine Anlage des hochmittelalterlichen Landausbaues. Noch 1411 wird er als Weiler bezeichnet. 1496 wird ein katholisches Gotteshaus schriftliche erwähnt. Aber bereits 1724 war in etwa der jetzige Grundriß des Ortes längst vorhanden. Bis zur Reformation war Tairnbach mit Mühlhausen kofessionell verbunden. Tairnbach gehörte zu jener Zeit zum Herrschaftsbereich der Herren von Hirschhorn. In den hirschhornischen Dörfern wurden evangelische Gottesdienste eingeführt. Um etwa 1560 dürfte Tairnbach lutherisch geworden sein. "Und wenn am Ende des 30jährigen Krieges in Tairnbach nur noch eine Handvoll Menschen lebten, so lag dies nicht so sehr an den Kriegswirren als vielmehr an Seuchen und Hungersnot, welche die Menschen heimsuchten. Den kaiserlichen Truppen des Tilly wie auch der schwedischen Soldadeska blieb das Dorf verborgen", wie der Chronist zu berichten weiß. Der rund 400 Jahre alten Kirche folgte 1823 nach deren Abriß der Neubau. Hierzu wurde eine in Wiesloch stehende, nicht mehr benötigte Kirche abgebaut, das Inventar und Teile der Bausubstanz, mit Ausnahme der Außenmauern, nach Tairnbach gebracht und hier wieder aufgebaut.

Die Ortsmitte von Tairnbach wird geprägt von einem stattlichen Barockbau aus dem Jahre 1736, das Schloß und die Sommerresidenz der Herrschaft Ueberbruck von Rodenstein. Vor diesem Schloß stand an gleicher Stelle ein hirschhornisches Herrenhaus mit Kelter. Das Anwesen befindet sich seit 1905 im Eigentum der Gemeinde. Es dient heute vielfältigster öffentlicher und kultureller Einrichtungen (wie Ortsverwaltung, Feuerwehr, Kirchenzentrum, Vereine).

Altes Fachwerkhaus in der Kirchstraße in Tairnbach Im Juni 1928 wurde durch ein Brand der Dachstuhl und einige Wohnräume des Schloßgebäudes völlig zerstört, aber wieder aufgebaut. Vor diesem Schloß stand an gleicher Stelle ein Haus mit Kelter, somit ein Zeugnis, daß auch in Tairnbach der Weinbau blühte, wenngleich er den lokalen Charakter nicht überstieg. Die Landwirtschaft selbst hatte schon immer die Bedeutung im Dorf und hielt sich bis heute. Die noch vorhandene ehemalige "Dreschhalle" wurde vor einigen Jahren völlig umgestaltet und steht jetzt den Vereinen und der Bürgerschaft für Veranstaltungen zur Verfügung. Seit 1724 wird die Dreifelderwirtschaft bezeugt. Gerne wird auch der Sternweilerhof genannt. Dieser Wirtschaftshof aus dem 14. Jahrhundert existiert nicht mehr, auch keine Überreste sind mehr vorhanden. Die abgesonderte Gemarkung Sternweiler wurde 1905 nach Tairnbach einverleibt.

Mehr Informationen in "250 Jahre Schloß Tairnbach" und "Historische Streiflichter aus Tairnbach"


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